Was bedeutet die Abkürzung DN?
Diese Abkürzung steht für Day & Night (Tages- und Nachtaufenthalter).
Diese Abkürzung steht für Day & Night (Tages- und Nachtaufenthalter).
DN ist ein eigens für die Schweiz im 2015 entwickeltes Finanzierungs- und Dokumentationsmodell. Mit der Umstellung auf interRAI LTCF wird das Schweizer DN ebenfalls auf LTCF angepasst. Das DN LTCF ist nicht Teil der interRAI-Instrumente, bleibt aber in der Schweiz anerkannt und kann weiterhin in die Praxis umgesetzt werden.
Die Institution muss die rechtlichen Voraussetzungen nach Art.39 Abs. 1 lit. a-c des KVG erfüllen und im Vorfeld eine ZSR-Nummer für die Anwendung von DN LTCF beantragen. Die Beantragung erfolgt über die Internetseite: www.sasis.ch
Die Institutionen benötigen eine besondere Bewilligung für Tages- und Nachtstrukturen und einen Leistungsauftrag, wo der Kanton dies vorsieht.
Ist die Institution in einem Kanton, in dem ausschliesslich BESA als Bedarfsermittlungsinstrument zugelassen ist, wird grundsätzlich ein Entscheid des Regierungsrates benötigt, dass DN LTCF als Basis für die Finanzierung zulässig ist.
Wenn keine NH/LTCF-Kenntnisse vorliegen wird empfohlen, dass im Vorfeld eine interRAI LTCF-Koordinator/-innenschulung besucht wird, um die Zusammenhänge zu verstehen. Alternativ besteht die Möglichkeit eines spezifischen Coachings vor Ort oder online.
Sie können direkt über das Onlineformular eine Beratung anfragen.
Die DN-Aufenthalter können im Pflegetagerapport in der RAIsoft nicht abgebildet werden und die laufende Erfassung mit Eintritten, Austritten und Wiedereintritten wäre zu aufwändig. Wir empfehlen deshalb folgende Lösung für die Tagesaufenthalter:
BESA: Ihre Daten können nur dann im Care Report dargestellt werden, wenn Sie mit BESA Qualität arbeiten und Ihre BUR-Nummer korrekt in BESA erfasst ist. Trifft das zu und Sie können Ihre Daten trotzdem nicht sehen, dann nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.
RAI: Ihre Daten werden nur dann im Care Report dargestellt, wenn Ihre Institution die MQI-Daten für die Datenlieferung an das Bundesamt für Statistik an BESA QSys übermittelt und Ihre BUR-Nummer korrekt ist in RAIsoft eingetragen ist. Trifft das zu und Sie können Ihre Daten trotzdem nicht sehen, dann nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.
Den direkten Zugang zum Care Report erhalten Sie über das Kundenportal. Wenn Sie noch kein Login haben, nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Leitungsperson auf. Sie kann Ihnen ein Login mit den nötigen Berechtigungen erteilen.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Vorteile von Care Report Pro aufgelistet:
| Care Report | Care Report Pro | |
|---|---|---|
| Technologie | App | App |
| Zielgruppe | Institutionen | Institutionen |
| Aktuelle Daten | ja | ja |
| Vergleichsmöglichkeit BESA- mit RAI-Daten (MQI) | ja | ja |
| Vergleich mit eigenem Kanton (neu für BESA) | ja | ja |
| Vergleich mit Schweiz (BESA & RAI) | ja | ja |
| Darstellung unterschiedlicher Qualitätsindikatoren für die Auswertung (Anzahl) | 2 | unbegrenzt |
| Anzahl Favoriten | 1 | 5 |
| Filter Abteilungsebene (neu für RAI) | ja | ja |
| Filter Pflegebedarfsstufe | Quartal | Monat |
| Basis Exportmöglichkeiten (alle Qualitätsindikatoren) | ja | ja |
| Erweiterte Exportmöglichkeiten (Grafiken, spez. Daten, Skalen, Pflegebedarfsstufe) | nein | ja |
| Vergleichsanalyse (alle QI) | nein | ja |
| Netzgrafik (MQI) | nein | ja |
Geplante Erweiterungen: |
||
| Vergleich mit ähnlichen Institutionen | nein | ja |
| Anbindung interRAI LTCF | ja | ja |
| SOMED-Statistik | nein | ja |
| Risikoadjustierung | nein | ja |
Die Daten werden nach Ablauf eines Quartals innerhalb eines Monats aktualisiert. Das Datum des letzten Imports können Sie jederzeit in der Kopfleiste ablesen.
Diese Frage wird in den FAQ (Frage 7) von ARTISET beantwortet.
Über das Symbol "Fragezeichen" in der Kopfleiste des Care Reports finden Sie Erklärungen zu den Qualitätsindikatoren sowie ein Benutzerhandbuch.
Die Produktbeschriebe zu Care Report sind hier zu finden.
In regelmässigen Abständen findet die “Infoveranstaltung Care Report” statt, sie kann kostenlos gebucht werden. Es findet eine kurze Einführung in Care Report statt und Fragen können gestellt werden.
Beim Grademix-Konfigurator (GMK) handelt es sich um ein gemeinsames Projekt mit der Berner Fachhochschule unter dem Einbezug von über 20 Praxispartnern (Langzeitpflegeinstitutionen aus drei verschiedenen Sprachregionen der Schweiz). Das Projekt wird auch durch Innosuisse unterstützt. Zweck dieses Projekts ist es, Pflegeinstitutionen eine datenbasierte Berechnung des Grademix zu ermöglichen. Dabei wird zum ersten Mal die Komplexität der einzelnen Bewohnendensituationen bestimmt und zusammen mit dem angestrebten Qualitätslevel für den Grademix-Soll-Berechnung berücksichtigt. Dafür wird eine Anwendung zur Verfügung gestellt, die den Personalbedarf anhand dreier Algorithmen bestimmt. Die Algorithmen basieren auf Routinedaten und nationalen Vorgaben sowie definierten Qualitätslevels.
Die Markteinführung des Grademix-Konfigurators ist für den Herbst 2025 geplant.
Diese Frage wird in den FAQ (Frage 10) von ARTISET beantwortet.
Die Weiterentwicklungen der Medizinischen Qualitätsindikatoren (Dekubitus, Medikationsreview und Gesundheitliche Vorausplanung) werden ausschliesslich in das Pflegebedarfsermittlungsinstrument interRAI LTCF integriert. Weitere Informationen dazu finden Sie in den FAQ (Frage 6) von ARTISET.